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Wie gut sind Ihre Produktseiten: Werden Ihre Besucher zu Käufern?

Donnerstag, 14. Oktober 2010 | 11:55

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Als Webseiteninhaber bemühen Sie sich, Besucher auf Ihre Website zu lenken. Sobald die Besucher Ihre Website erreicht haben, möchten Sie, dass sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen finden und deren Kauf in Betracht ziehen. Aus diesem Grund stellen Sie sicher, dass die besten Angebote direkt aus Ihrer Homepage aus einfach zu finden sind: Sie implementieren die Seitensuche-Funktion, stellen sicher, dass Ihre Webseite leicht zu navigieren ist und nutzen Teaser oder Banner.


Was geschieht jedoch, wenn Sie die Aufmerksamkeit des Besuchers bereits haben und dieser möglicherweise an Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung Interesse hat? Sind Sie im Stande, den Besucher davon zu überzeugen, dass er Ihr Produkt braucht oder sogar begehrt? Sind die Produktseiten Ihrer Webseiten gut genug darin, Ihre Angebote auch tatsächlich zu verkaufen? Wenn die Antwort auf diese Frage “nein” lautet, oder falls Sie an der Verkaufskraft Ihrer Produkt- oder Dienstleistungs-Unterseiten noch Zweifel haben, dann ist es an der Zeit diese Seiten zu testen! Das kostenlose Google Website-Optimierungstool ermöglicht Ihnen verschiedene Varianten Ihrer Produktseiten zu testen und herauszufinden, welche den größten Erfolg verzeichnet. Das Testen von unterschiedlichen Bereichen einer Webseite heißt Multivariates Testen.


Bevor Sie zu testen beginnen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie sich für bestimmte Bereiche Ihrer Webseite entschieden haben, die Sie verbessern möchten. Analysieren Sie Ihre Web-Analyse-Daten, unterhalten Sie sich über Ihre Website mit Ihrer Zielgruppe, führen Sie eine kurze Umfrage auf Ihrer Website durch oder nutzen Sie beispielsweise die Eye-Tracking-Software: Dies ist eine gute Möglichkeit, Rückschlüsse darüber zu gewinnen, wie die Leistung Ihrer Produktseiten verbessert werden könnte.


Um Ihnen Anregung zu geben, was sich auf den Testseiten zu prüfen lohnt, haben wir 6 Tipps aufgelistet:


1.Bilder: Stellen Sie sicher, dass die Besucher wirklich die Details auf Ihrer Produktseite sehen, die nötig sind, um eine Entscheidung zu treffen. Ein teurer Wintermantel wird wahrscheinlich mehrere Bilder von hoher Qualität oder sogar ein Video beanspruchen, um den Besucher davon zu überzeugen, dass es wirklich der Mantel ist, den dieser sich wünscht. Eine Musik-CD wird andererseits (wahrscheinlich) weniger qualitativ hochwertige Bilder benötigen. Lesen Sie wie wie Mexx Zoom auf den Produktseiten implementiert hat und die Rate, mit der Produkte in den Warenkorb gelegt wurden, um 13,5% gesteigert hat.


2. Produktbeschreibungen: Welche Details zeigen Sie in den Produktbeschreibungen an? Geben Sie genügend Information an, um den Besucher dazu zu verhelfen, eine Entscheidung zu treffen? Bedenken Sie auch den möglichen Einfluss der Abänderung von Standardproduktbeschreibungen des Herstellers durch einige Akzente. Versuchen Sie zudem, die Sprache Ihrer Zielgruppe zu gebrauchen. Falls Sie viele Produkte verkaufen und diese Änderungen und Tests einen großem Arbeitsauwand mit sich bringen, dann führen Sie die Test zunächst für Ihre 3 meistverkauften Produkte durch.


3. Handlungsaufforderungen: Auffällige Schaltflächen wie 'Zum Einkaufswagen hinzufügen’ oder 'jetzt kaufen' sind die so genannten Handlungsaufforderungen auf Ihren Produktseite. Sie stellen die Handlungen dar, welche Sie sich von den Besuchern Ihrer Webseite erhoffen. Sie sollten auch die Positionierung der Handlungsaufforderungen auf Ihrer Website sowie deren Größe, Design und Wortlaut testen. Um sich inspirieren zu lassen, lesen Sie wie billiger-mietwagen verschiedene Button-Varianten getestet hat und die Klickrate um mehr als 60% gesteigert hat.


4. Preis: Falls Sie oft Produkte in Ihrem Online-Shop im Angebot haben, dann denken Sie darüber nach, wie Sie die Preisvorteile auf den Produktseiten darstellen können. Testen Sie beispielsweise Preise in unterschiedlichen Schriftgrößen, mit der Zusatzinformation der Rabatt-Prozentzahlen sowie mit der Angabe, dass das Angebot nur begrenzt verfügbar ist.


5. Cross-sell: Es ist in der Regel eine gute Idee, eine gewisse Anzahl an Alternativprodukten/Komplementärprodukten, welche zu den Produkten passen, nach denen der Besucher sucht, auf Ihrer Produktseite anzuzeigen. Das sogenannte Cross-Sell kann die durchschnittliche Produktzahl pro Kauf sowie deren Durchschnitts-Verkaufswert steigern. Seien Sie jedoch vorsichtig und lenken Sie Ihre Besucher nicht zu sehr mit Cross-Sell Angeboten ab sondern achten Sie darauf, deren Aufmerksamkeit auf dem Hauptprodukt zu fokussieren. Testen Sie verschiedene Bereiche für Ihre Cross-Sell Produkte, beispielsweise im unteren Seitenbereich oder auf der Seitenleiste, ziehen Sie unteschiedliche Layouts und verschiedenen Detailgenauigkeiten in Betracht.


6. Verfügbarkeit und Lieferung: Auf Ihren Produktseite sind die Besucher nur einen Klick vom Einkaufskorb und nur ein paar Schritte vom Einkauf entfernt. Es ist deswegen wichtig, dass die Besucher über die Verfügbarkeit, das Lieferdatum und die Lieferkosten usw. des Produktes, das sie bestellen möchten, informiert sind. Eine Besucherin, die erst im Einkaufswagen oder im Checkout-Prozess herausfindet, dass das Kleid, welches sie für eine Party nächste Woche bestellen wollte, nicht auf Lager ist und lediglich in 4 Wochen geliefert werden kann, wird wahrscheinlich keine weiteren Einkäufe auf Ihrer Website tätigen. Führen Sie einen Test durch, bei dem Sie die Besucher über die Verfügbarkeit und die Lieferbedingungen informieren.


Wenn Sie dazu bereit sind den ersten Test auf einer Ihren Produktseite zu starten, lesen Sie den Google Website-Optimierungstool Quick Start-Leitfaden für hilfreiche Tipps zur Planung und Gestaltung des ersten Experiments.


Post von Jos Meijerhof, Google Conversion Team