Google Conversion Room Blog Tipps zum Tracking und Verbessern von Conversions im Netz

Mobile Webseiten Optimieren - Teil 2: White Space

Dienstag, 31. Mai 2011 | 16:14

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Dies ist der zweite Beitrag in einer Reihe, die auf die Optimierung von mobilen Webseiten hinsichtlich Conversions eingeht.

Mobile Geräte haben kleine Bildschirme. Eine wichtige Frage ist, wie Sie sicherstellen, dass ein Benutzer auf einem kleinen Bildschirm alles sieht, was er auch auf einem Desktop Computer sehen wurde. Die Antwort: Versuchen Sie es erst gar nicht!
Der Schwerpunkt dieses Beitrags liegt auf der Verwendung von sogenantem White Space und kontrastierenden Farben.

Den Bildschirm nicht überfüllen
Wie im letzten Beitrag über das Priorisieren von Inhalten besprochen, sind mobile Nutzer aufgabenorientiert und brauchen hauptsächlich Inhalte, die dazu beitragen, einen Prozess schnell abschließen zu können. Zeigen sie mobilen Nutzer nicht alle mögliche Details, Bilder, Videos und Features Ihrer Seite. Zu viele Informationen so wie zu viele Optionen machen mobile Seiten langsam und können Nutzer ablenken und verwirren. Priorisierte Inhalte und der effektive Einsatz von White Space führen zu einer besseren mobilen Erfahrung.

Banner, Bilder & Videos
Desktop-Webseiten sind in der Regel überfüllt mit Bannern, Bildern und Videos. Auch für mobile Nutzer sind Bilder wichtig. Es wird aber empfohlen erst kleine Bilder zu zeigen, die der Nutzer dann vergrößern kann. Wenn das reine Ziel der Webseite eine Conversion ist, sollten nur Banner gezeigt werden, die das Angebot bekräftigen. Für Videos gilt, dass sie auch auf mobilen Geräten zu einer Conversion beitragen können. Auto-play sollte aber auf jedem Fall vermieden werden.

Bullet Points
Desktop Nutzer lesen im Allgemeinen wenig Text. Sie scannen Seiten auf der Suche nach den wichtigsten Informationen. Viele mobile Nutzer werden sogar noch weniger lesen. Lange Textabsätze durch klare und prägnante Aufzählung ersetzt werden. Versuchen Sie außerdem Überschriften zu verwenden, die den nachfolgenden Text zusammenfassen.

White Space ist Light Space:
White Space (auch Negative Space genannt) muss nicht unbedingt weiß sein. Blasse, helle Farben sorgen aber schon dafür, dass Bilder und Text mit hohem Kontrast auch bei schlechten Licht gut sichtbar sind .

White Space hilft auch, Webseiten für verschiedene Auflösung und mobile Devices zu optimieren. Je mehr White Space, desto weniger wahrscheinlich ist es, dass Ihre Website zusammengepresst oder ausgedehnt aussieht.

Zusammengefasst gibt es 4 Punkte, die man sich vor Augen halten muss:

  • Mobile Webseiten sollte man nicht überladen
  • Unnötige Elemente, die viel Platz einnehmen wenn möglich entfernen
  • Aufzählungszeichen verwenden anstelle von Absätzen
  • Helle Hintergrundfarben verwenden

Der nächste Post in dieser Serie wird darauf eingehen, wie Call-to-Actions die Conversion Rate von mobile Webseiten steigern können.

Veröffentlicht von Jos Meijerhof, Google Conversion-Team

Die richtigen Ziele setzen

Mittwoch, 11. Mai 2011 | 08:55

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Dies ist ein Gast-Beitrag von Jörg Dennis Krüger von GCP Agentur QUISMA GmbH

Um eine Website optimieren zu können, muss klar sein, in welche Richtung optimiert werden soll. Entsprechend funktioniert auch Conversion Boosting.

Jedoch funktioniert Conversion Boosting nur dann, wenn klare Ziele gesetzt werden. »Klare Ziele« bedeutet insbesondere, dass jedes Ziel eindeutig und zeitnah messbar sein muss – in der Regel in Echtzeit, während der Besucher auf der Website ist.

Das klassische Ziel ist die »Conversion«. Diese werden wir im Folgenden genauer betrachten.

Unter »Conversion« kann man sehr viel verstehen. Daher muss der Begriff – also das Ziel – für jede Optimierung neu und eindeutig definiert werden. Klassische Conversion-Arten, wie ein Verkauf oder eine Anfrage, sind hier genauso möglich, wie die Messung von Aufrufen oder der Besucheraktivität.

Nicht jedes Ziel eignet sich gleichermaßen zur Optimierung – also für Conversion Boosting. Nur die Auswahl der richtigen Ziele sorgt dafür, dass aus »Conversion-Optimierung« ein wirkliches »Conversion Boosting« wird.

Denn schnell werden irgendwelche Optimierungsziele »aus der Luft gegriffen« – tatsächlich sind aber nur wenige dieser Ziele als Optimierungsziele geeignet. Damit ein Ziel als Optimierungsziel in Frage kommt, muss es ein wirklicher »Key Performance Indicator« (KPI) sein, also ein Schlüsselindikator für die Performance und den Erfolg einer Website. Nur diese sind die zentralen Parameter, die den Erfolg einer Website und damit echte Conversions definieren, die dann auch gut optimiert werden können.

Das heißt, es können für das »Conversion Boosting« nur Ziele herangezogen werden, die für den Erfolg einer Website maßgeblich sind.

Zieldefinition

Wie kann nun ein Ziel sinnvoll definiert werden? Um zu erkennen, ob eine mögliche Conversion tatsächlich ein KPI ist, müssen Sie nach dem tatsächlichen Nutzen einer Conversion für Ihre Website fragen.


Fragen Sie sich also: »Was bringt es mir tatsächlich, wenn dieses Ziel 30 % häufiger erreicht wird?«.

Wenn Ihre Antwort nicht »Dann wird die Website wesentlich erfolgreicher!« oder »Dann verdiene ich deutlich mehr Geld!« lautet, ist das Ziel entweder falsch formuliert – oder als Conversion- und Optimierungsziel schlicht nicht geeignet.

Ein Beispiel

Gehen wir davon aus, Sie betreiben einen Onlineshop und möchten diesen optimieren. Sie definieren als Ziel »Die Ablagen im Warenkorb sollen um X % gesteigert werden«.


Prüfen Sie zunächst den wirklichen Nutzen dieses Ziels. Das Ergebnis einer solchen Prüfung ist in diesem Fall: Die Ablage von Produkten im Warenkorb allein sorgt noch keineswegs dafür, dass auch tatsächlich mehr Produkte verkauft werden!

Zumindest ist es äußerst unwahrscheinlich, dass die finale Conversion-Rate in gleichem Maße steigt, wie die Ablagen im Warenkorb. So kann es gut sein, dass eine Steigerung der Ablage im Warenkorb um 30 % vielleicht nur eine Steigerung der Verkäufe um 2-10 % nach sich zieht. Es kann auch gut sein, dass zwar mehr Produkte im Warenkorb abgelegt werden, sehr viele potenzielle Kunden den Kaufprozess dann aber abbrechen und somit nicht mehr Produkte verkauft werden.

Das Resultat dieser Analyse ist also ernüchternd. Das Ziel »Steigerung der Ablage von Produkten im Warenkorb« ist nicht als Zielvorgabe für die Conversion-Optimierung geeignet. Vielmehr ist es eine »Micro-Conversion«.

Gute Zielvorgaben wären beispielsweise:

· Der Gesamtumsatz soll gesteigert werden.
· Es sollen mehr Käufe über die Website getätigt werden.
· Die Anzahl der gekauften Produkte pro Warenkorb soll gesteigert werden.

Darüber hinaus muss ein festgelegtes Ziel nicht pauschal für alle Besucher gelten. Durch Nutzung von entsprechenden Besucher-Segmenten ist es auch möglich, gezielt Umsatz oder Käufe von Bestandskunden oder Neukunden zu optimieren bzw. die Auswirkung von Veränderungen am Shop auf diese beiden (und natürlich noch beliebige weitere) Besuchersegmente zu erkennen.

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus dem Buch “Conversion Boosting mit Website-Testing” von Jörg Dennis Krüger. Das Buch ist im April 2011 im mitp-Verlag erschienen und im Buchhandel erhältlich. Die Website zum Buch ist unter http://www.conversionboosting.com erreichbar.

Jörg Dennis Krüger leitet und verantwortet den Geschäftsbereich “Conversion Optimierung” bei QUISMA - A GroupM company. QUISMA ist seit 2009 als Google Conversion Professional zertifiziert.

Veröffentlicht von Jos Meijerhof, Google Conversion-Team

Page Speed für Google Chrome

Freitag, 6. Mai 2011 | 10:22

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Die Ladezeit von Seiten ist einer der entscheidenden Faktoren, die die Conversion-Rate Ihrer Website bestimmen. Eine Studie von Forrester Consulting zeigt, dass Internet-Nutzer derzeit erwarten, dass Websites innerhalb von 2 bis 4 Sekunden laden. Während die Uhr danach weiter tickt, werden mehr und mehr Nutzer die Website, die sie aufgerufen haben, verlassen. Entweder weil sie nicht warten wollen, oder weil sie nicht sicher sind, ob die Website überhaupt jemals laden wird.

Der Beitrag unten, der ursprünglich auf unseren Webmaster Blog veröffentlicht wurde, geht auf Page Speed für Google Chrome ein. Dieses Tool gibt Ihnen direkt in Ihrem Chrome Browser Ratschläge, wie man die Ladezeit Ihrer Seiten verbessern kann:

Die Unterstützung von Google Chrome stand schon immer ganz oben auf unserer Prioritätenliste, aber wir wollten, dass sie perfekt funktioniert. Ganz wichtig war, dass die gleiche Engine zum Einsatz kommt, die auch das Page-Speed-Add-on für Firefox unterstützt. Daher erstellten wir zunächst das Page-Speed-SDK und integrierten es anschließend in die Google Chrome-Erweiterung.

Page Speed für Google Chrome weist die gleichen Kernfunktionen auf wie das Firefox-Add-on. Darüber hinaus enthält diese Version erstmals zwei bedeutsame Verbesserungen. Die Bewertungen und Vorschläge sind jetzt besser sortiert, damit Webentwickler sich zunächst auf Optimierungen mit höherem Potenzial konzentrieren können. Und da die Beschleunigung des Webs eine globale Initiative ist, zeigt Page Speed darüber hinaus lokalisierte Regelergebnisse in 40 Sprachen an. Diese Verbesserungen wurden in das Page-Speed-SDK integriert, sodass sie auch in der nächsten Version unseres Firefox-Add-ons verfügbar sein werden.

Falls eure Website je nach User-Agent des Browsers unterschiedliche Inhalte anzeigt, habt ihr jetzt eine praktische Methode zur Analyse der Seitenleistung aus Sicht verschiedener Browser. Firefox und Google Chrome werden über die Page-Speed-Erweiterungen unterstützt und Internet Explorer über webpagetest.org, wo auch das Page-Speed-SDK integriert ist.

Wie immer freuen wir uns auf euer Feedback. Probiert Page Speed für Google Chrome aus und gebt uns über unser Forum Rückmeldung über weitere Funktionen, die ihr euch wünscht. Und haltet Ausschau nach neuen Updates zu Page Speed für Google Chrome im Hinblick auf die Integration neuer Technologien wie Native Client.

Veröffentlicht von Jos Meijerhof, Google Conversion-Team

Mobile Webseiten optimieren - Teil 1: Inhalte priorisieren

Montag, 2. Mai 2011 | 16:09

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Laut dem Marktforschungsunternehmen International Data Corporation (IDC), wuchs der westeuropäischen Handy-Markt um 7,5% gegenüber dem Vorjahr auf 50,7 Millionen Geräte im dritten Quartal 2010. Die Verbreitung von Smartphones stieg auf 19 Millionen Geräte, 109% mehr als im dritten Quartal des Vorjahres. Damit repräsentieren Smartphones mittlerweile 37% des gesamten Marktes. Mehr und mehr Anwender wechseln zu mobilen Geräten, die einen vollständigen Internetzugang bieten. Es wird damit immer wichtiger, dass mobile optimierte Webseiten gebaut werden, um diesem wachsenden Markt gerecht zu werden.

Dies ist der erste Beitrag in einer Reihe, die auf die Optimierung von mobilen Webseiten hinsichtlich Conversions eingeht. In diesem Beitrag ist die Priorisierung von Inhalten der Schwerpunkt. Diese Priorisierung hilft dabei, mobile Webseiten schnell und einfach bedienen zu können.

Zusammengefasst: Mobile Webseiten-Inhalte müssen für Multi-Tasking-Nutzer priorisiert werden, die ständig unterwegs sind. Alles was dabei hilft, einen Benutzer schnell und einfach konvertieren zu lassen, sollte in Betracht gezogen werden.

Um zu verstehen, wie Inhalte von Webseiten auf mobilen Geräten priorisiert werden müssen, sollte man zuerst darüber nachdenken, wie diese Geräte verwendet werden. Ein Schlüssel dazu liegt schon im Namen - mobil. Benutzer von mobilen Geräten sind unterwegs. Sie haben es meistens eilig, haben wenig Zeit, sich etwas anzuschauen, und gehen online, wenn sie gerade die Zeit dazu haben.


Mobile Nutzer sind aufgabenorientiert
Mobile Nutzer möchten einen schnellen Zugang zu Informationen und Dienstleistungen - die Conversions für eine mobile Webseite sollten daher schnell (und von unterwegs aus) abgeschlossen werden können. Bei der Wahl von Content für mobile Seiten sollte man sich auf Features konzentrieren, die lokal, mobil und leicht durchzuführen sind. Schauen Sie sich in Ihren Web Analytics Daten das Verhalten von mobilen Nutzern an, um herauszufinden, welche Funktionen sie am meisten nutzen. Sie verschaffen sich damit eine Idee davon, was mobile Nutzer auf Ihrer Seite machen wollen.

Mobile Anwender suchen schnelle Antworten
Schnell und bequem etwas kaufen zu können ist wichtig - und lange Ladezeiten werden dabei nicht akzeptiert. Wenn es lange dauert, eine mobile Webseite zu laden, wird die Aufmerksamkeit von mobilen Nutzern schnell sinken. Mobil optimierte Webseiten lassen überflüssige Inhalte weg, ebenso wie die meisten Werbeflächen, Videos und Bilder, die für eine Conversion nicht absolut notwendig sind. Durch Priorisierung von Inhalten ist eine schnelle mobile Webseite absolut machbar. Um herauszufinden, wie gut die Geschwindigkeit Ihrer Webseite für mobile Geräte optimiert ist, können Sie das kostenlose Google Tool Page Speed nutzen (‘Analyze Mobile performance’ auswählen im Dropdown-Menü).

Mobile Nutzer nutzen Suchfunktionen
Mit mobilen Geräten gibt es wenig Raum für Navigationsleisten und Dropdown-Menüs. Mobile Nutzer haben es oft eilig und suchen, anstatt zu navigieren. Das Suchfeld sollte am besten groß und im oberen Bereich der Seite platziert sein.

Mobile Nutzer scrollen durch Inhalte
Nutzer scannen Inhalte auf mobilen Seiten, und scrollen mit den Fingern von oben nach unten auf der Suche nach Informationen. Scrolling wird zu einer Konvention des Handys. Wenn Ihr Webseiten-Layout offensichtlich dieser Konvention folgt, werden Nutzer intuitiv beginnen zu scrollen. Wie bei einer Desktop-Webseite priorisieren Sie Ihre Inhalte so, dass die wichtigsten Inhalte zuerst gezeigt werden. Es ist eine gute Idee, wichtige Informationen oder call-to-actions auch noch einmal ganz unten am Seitenende zu zeigen, besonders wenn die Seite sehr lang ist. Viele mobile Nutzer scrollen weit bis zum Ende einer Seite, wenn sie ganz oben nicht finden, was sie suchen.

Mobile Benutzer sind online und offline
Wenn Sie ein stationäres Geschäft haben, werden mobile Nutzer ihre Handys zur Verbesserung ihrer Offline-Erfahrung nutzen. Store Locators, Produktverfügbarkeit, Produktreservierungen und die Erstellung von Einkaufslisten sind Funktionen, die viele mobile Nutzer auf Ihrer mobilen Webseite erwarten.

Zusammenfassend gibt es 5 wichtige Dinge, die bei der Priorisierung von Inhalten für mobile Webseiten zu beachten sind :

  • Benutzer sind aufgabenorientiert
  • Ladezeiten sollten reduziert werden
  • Suchfunktionen sind prominent zu platzieren
  • Scrollen ist eine essenzielle Funktion
  • Die Online/Offline-Erfahrung sollte optimieren werden


Der nächste Post in dieser Serie wird auf die Nutzung von sogenanntem White Space zur Verbesserung der Erfahrung von mobilen Nutzern eingehen.

Veröffentlicht von Jos Meijerhof, Google Conversion-Team